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Blick aktuell Nr. 16 vom 16. April 2009
Riesenandrang beim
34. Osterlauf des TuS Erpel
Bunte Ostereier winkten als Belohnung – Strahlender Sonnenschein lockte mehrere Hundert Sportler und zahlreiche sportbegeisterte Zuschauer auf das Basaltplateau hoch über dem Rhein

Beim Massenstart über die sechs großen Waldrunden des traditionellen Osterlaufs auf der Erpeler Ley gab Osterhase Elin Fersengeld
Dass Wandern mehr und mehr zum Lieblingssport der Deutschen geworden ist, ist hinlänglich bekannt. Kein Wunder, dass da auf der Erpeler Ley angesichts des herrlichen Frühlingswetters mit fast sommerlichen Temperaturen am Ostersamstag Hochbetrieb herrschte, ist das Basaltplateau doch einer der faszinierendsten Aussichtspunkte auf dem Premium-Wanderweg "Rheinsteig". Dass allerdings die Autofahrer entlang des Serpentinenwegs parken mussten, weil alle Parkplätze rund um die Grillhütte und entlang der großen Wiese belegt waren, das hatte der TuS Erpel zu verantworten, der zu seinem 34. Osterlauf eingeladen hatte, der wie in den Vorjahren auf großes Interesse bei den Leichtathleten gestoßen war.
"Wir hatten 220 Voranmeldungen, aber es werden sicher noch erheblich mehr Läufer an den Start gegen, denn schon bis 11.30 Uhr haben sich 80 Läufer nachgemeldet", berichtete Ernst Senk, der zusammen mit dem Vorsitzenden Willi Hirzmann den Osterlauf organisiert, hocherfreut. Zu genau war ihm noch der Osterlauf des Vorjahres im Gedächtnis, als vom Dach seiner Meldestation mittags gerade erst der letzte Schnee schmolz, der das Basaltplateau bis weit in die Morgenstunden hinein noch in eisiges Weiß gehüllt hatte, so dass nur insgesamt 144 Läufer an den Start gegangen waren. "Die machen sich heute fast allein schon auf die sechs großen Waldrunden der Langstrecke", freute sich auch Willi Hirzmann über die Resonanz beim Osterlauf.
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Nicht nur auf die Langstreckler wartete der Osterhase mit farbigen Präsenten am Zieleinlauf |
Der erfreut sich weit über die Region hinaus großer Beliebtheit, auch wenn nicht mehr die ganz großen Namen auf den Meldelisten stehen wie in den 60er und 70er Jahren, als Lutz Philipp und Hans-Jürgen Orthmann sowie Ellen Titel, später Wessinghage zu den Abonnenten auf den Sieg zählten. Verzichten mussten die Organisatoren dieses Mal bei den Damen auch auf die Siegerin der vergangenen Jahre, Birgit Lennartz von der LLG St. Augustin. So siegte dieses Mal Britta Diehl (W40) von der Tri Power Rhein-Sieg vor Anna Spitz vom Lauftreff (LT) Siebengebirge und Meike Dreesen aus Kasbach-Ohlenberg.
Einen stolzen vierten Platz bei den W40 belegte Petra Reinke vom LT Roniger Hof vor Jutta Mönning vom VfB Linz. Siebte bei den W40 wurde Ingrid Horn vor Elzbieta Basile aus Bad Honnef und Bettina Weber aus Rheinbreitbach. Außerdem konnte sich der Gastgeber bei den Damen noch über einen zweiten Platz von Regina Keilhack (W30) freuen. Zusammen mit den männlichen Langstrecklern hatten sie den Osterhasen beim Start vor sich her gehetzt, der aber schon nach knapp 20 Metern Richtung Zieleinlauf abschwenkte. Ins Schwitzen kam die elfjährige Elin Horn in ihrem Hasenkostüm mit den lustigen Schlappohren, das sie von ihrem älteren Bruder Finn übernommen hatte. Mit farbigen Ostereiern als Belohnung spornte sie die Läufer an, während die zahlreichen Zuschauer fleißig Beifall bei den Wiesenrunden spendeten. Auf der führten schon nach einer Waldrunde Joe Körbs (M40) von www.laufen-im-rheinland.de, Stefan Bach (M30) aus Hennef und Fabio Cöllner (M35) vom Gastgeber. Aber schon nach der zweiten Runde hatte sich Körbs weit abgesetzt und nach weiteren 1.575 Metern hatte er seinen Vorsprung auf die beiden Verfolger auf über 400 Meter ausgebaut. Mit 35:52 kam er schließlich ganze zwei Minuten und elf Sekunden vor Bach ins Ziel, der dem Erpeler 17 Sekunden abgenommen hatte.
Neben dem Sieger bei den M35, Fabio Cöllner, stellte der TuS Erpel auch mit Georg Walenciak (M60) einen Ersten in seiner Altersgruppe, der in 42:58 immerhin als insgesamt 21. die Ziellinie passierte. Vor ihm als 10. war dies seinem Vereinskollegen Wolfgang Richarz (M50) in 41:19 gelungen, allerdings musste der 2. Vorsitzende des TuS Erpel den Sieg in seiner Altersklasse dem extrem starken Günter Dreser (38:56) überlassen, während der Dattenberger Jürgen Kirschbaum einen hervorragenden dritten Platz belegte. Beachtliche 46:37 reichten in diesem starken Feld für den Erpeler Bernhard Schmitz nur für Platz zehn, ein Ergebnis das sein Vereinskamerad Hans Simon bei den M55 mit 52:16 ebenfalls erreichte, während Dieter Reinke vom LT Roniger Hof in 51:07 bei den M65 in seiner Altersklasse mit großem Vorsprung den ersten Platz belegte.
Extrem eng war der Zieleinlauf beim Bambini-Rennen der Sechsjährigen über 410 Meter . Ganze zwei Sekunden Vorsprung hatte Hendrik Adler von der LG Rhein Wied vor Daniel Thewes aus Bad Bodendorf, der Yarushan Thuraisingam von "Volkssport Erpel" mit vier Sekunden Vorsprung auf Platz drei verwies, vor Jerome Küpper aus Kalenborn und Erik Grathoff vom VfB Linz, der mit 2:07 Charlotte Roob, der Siegerin der W6, nur eine kleine Sekunde abgenommen hatte. Über seinen Sieg bei den M4 freuen konnte sich auch der TuS-Sportler Yannis Elia Keilhack, während sich Minh Le vom Kindergarten Unkel bei den M5 mit dem dritten Platz zufrieden geben musste.
Hochzufrieden mit dem Ergebnis des Schülerlaufs war der Organisator auch zumindest hinsichtlich der jüngeren Jahrgänge. So siegte Franziska Schamel vom TuS Erpel bei den W7 über 965 Meter in 04:38 Minuten, während sich ihre gleichaltrigen Vereinskameraden Vincent Ruckelshauß und Justus Peters nur Delian Jenichen vom VfB Linz geschlagen geben mussten, der eine Sekunde nach Franziska Schamel durchs Ziel gegangen war. Nur vier Sekunden fehlten Michael Vial (M8) von der Grundschule Erpel zum Sieg, den er Lino Schröder aus Niederbieber überlassen musste, während er Niklas Klein vom VfB sicher auf Platz drei verweisen konnte. Dessen gleichaltrige Vereinskameradin Lara Stöcker belegte einen guten zweiten Platz hinter Julia Fromm von der LG Siebengebirge, während sich Ramona Martz und Nelly Zink vom VfB Linz mit den Plätzen vier und fünf zufrieden geben mussten. Dieselbe Platzierung erreichten Tobias Schamel und Linus Roob bei den M9 vor dem Drittplatzierten Eric Binding vom VfB Linz.
Schnellste beim Schülerlauf über 1.575 Meter waren Laurenz Schütz vom TV Sinzig und Jan Issak, wobei der Zwölfjährige Läufer aus Sinzig für die große Waldrunde genau sechs Minuten benötigte und damit neun Sekunden vor dem gleichaltrigen Linzer ins Ziel kam. Erheblicher enger ging es beim Zieleinlauf der M11 zu. Zwar siegte dort Marius Sandmann von der VG Siebengebirge in 6:51 vier Sekunden vor Kevin Walbröhl vom VfB Linz, der aber wiederum nur eine Sekunde Sarankan Thuraisingam hinter sich ließ.
Text und Fotos: - DL -
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