|
Rhein-Zeitung vom 14. April 2009
Osterlauf lockt auf die Erpeler Ley
Auch die 34. Auflage des Osterlaufs auf der Erpeler Ley lockte wieder viele Läufer an den Rhein. Knapp 300 Teilnehmer machten sich am Samstag bei sommerlichen Temperaturen auf die Strecke. Manch einer schielte schon während der Rennen nach den Ostereiern. Doch die gab es für jeden Läufer erst nach dem Zieldurchlauf.
Leichtathletik: Rund 275 Ausdauerathleten machen sich auf den Weg
Das Wetter war den Ausdauerathleten beim Osterlauf auf der Erpeler Ley wohlgesinnt: Rund 275 Läufer aus 70 Vereinen nahmen bei sommerlichen Temperaturen den Kampf gegen die Stoppuhr auf.
Im vergangenen Jahr war Genosse Langohr noch mit warmen Handschuhen an den Start gegangen, bei der 34. Auflage des Osterlaufs auf der Erpeler Ley konnte er dieses Accessoire getrost gegen eine schicke Sonnenbrille austauschen. Denn dem Osterhasen - oder besser gesagt: der Osterhäsin - wurde es am Samstagmittag bei sommerlichen Temperaturen und fast wolkenlosem Himmel doch ziemlich warm unter dem Fell.

Hier liegt der Hase (links im Bild) noch gut im Rennen, unmittelbar nach dem Start des Erpeler Osterlaufs kürzte das Langohr aber heimlich ab, um die Läufer im Ziel zu empfangen.
 |
"Du wolltest ja unbedingt den Osterhasen machen", ärgerte der "alte Hase" Finn Horn seine 11-jährige, schwitzende Schwester Elin, die sich das Amt des Erpeler Eierverteilers in diesem Jahr erstritten hatte. Die Aufgaben, die sie als Osterhäsin erfüllen musste, hatte ihr Bruder zuvor schon kurz und bündig zusammengefasst: "Beim Start kurz vor den Teilnehmerfeld herhoppeln, anschließend für Fotos posieren und dann Eier verteilen."
Dass der letzte Job der anspruchsvollste werden würde, hatte Elin sich bereits gedacht - immerhin musste sie im Ziel jedem der 275 Aktiven mit einem bunt bemalten Ei versorgen.
Nachdem im vergangenen Jahr wegen der schlechten Wetterverhältnisse nur 144 Sportler den Weg auf die Erpeler Ley gefunden hatten, konnte sich der Vorsitzende des TuS Erpel, Willi Hirzmann, diesmal wieder über ein starkes Läuferfeld aus 70 Vereinen freuen. "Das Wetter ist natürlich fantastisch. Viele haben sich spontan entschlossen teilzunehmen." |
Besonders liegt Hirzmann die gute Resonanz bei Schülern und Jugendlichen am Herzen. "Es sind sehr viele Schüler, aber auch eine Menge Senioren dabei. Das mittlere Alter fehlt uns ein bisschen."
Ein paar Vertreter des "mittleren Alters" waren dann aber doch vertreten und verteilten die vorderen Plätze unter sich. Der Bonner Joe Körbs hatte die 9450 Meter lange Strecke nach 35:52 Minuten absolviert und ließ mit dieser Zeit seine Konkurrenz weit hinter sich: "Nachdem ich festgestellt habe, dass mein Vorsprung ganz beträchtlich ist, habe ich das Tempo ein wenig rausgenommen", erklärte der 41- Jährige. "Nach den beiden zweiten Plätzen im letzten und vorletzten Jahr freue ich mich natürlich ganz besonders über den Sieg." Stolz konnte auch Stefan Bach als Zweitplatzierter auf seine Leistung sein. Im Laufe der fünf zu absolvierenden Runden kämpfte sich der Hennefer vom vierten auf den zweiten Rang vor und kam nach 38:03 Minuten ins Ziel.
Schnellste Frau auf dem 191 Meter hoch gelegenen Plateau war beim 34. Osterlauf Britta Diehl (Tri Power Rhein/ Sieg), die mit ihrer Zeit (43:06 Minuten) vollauf zufrieden war. Auch Ehemann Andreas Diehl (Dritter Platz/M 40) und Tochter Hannah (Zweiter Platz/W 11) waren in Erpel erfolgreich mit von der Partie.
Die Mannschaftswertung Wanderpokal gewann die LG Siebengebirge mit 2171 Punkten vor der LT Siebengebirge mit 1717 Punkten. Und auch den Pokal der Schülerwertung ließen sich die jungen Sportler der LG Siebengebirge nicht entgehen.
Text: Sonja Weber / Fotos: Creativ
< zurück |