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Blick aktuell vom 27. März 2008

 
Nur eine kurze Strecke wies Osterhase Finn Horn den Langläufern am Samtagnachmittag den Weg auf die sechs großen Waldrunden des Osterlaufs   Nur die mutigsten Läufer wagten sich am Samstag auf die Waldstrecke über die Erpeler Ley

Osterlauf in Erpel bei schwierigen Bedingungen

144 Läufer trotzten den widrigen Wetterumständen

Schwierigkeiten, die Erpeler Ley am Samstagmittag mit dem Wagen zu erreichen, hatte man dieses Jahr nicht. Während sonst parkende Fahrzeuge beim traditionellen Osterlauf des TuS Erpel die Serpentinenstrecke noch enger werden lassen, hieß es dieses Jahr bis auf das Plateau: Freie Fahrt. "Wir hatten 140 Voranmeldungen und 80 Nachmeldungen, insgesamt an den Start gegangen sind aber dieses Jahr nur 144 mutige Läufer, weil einige der vorangemeldeten es wegen des zu erwartenden schlechten Wetters vorgezogen haben, gar nicht erst anzureisen", berichtete Ernst Senk an der Meldestation. Von deren Dach schmolz immer noch der letzte Schnee, der das Basaltplateau in der Nacht und am frühen Morgen in eisiges Weiß gehüllt hatte. Dann aber hatte der Wettergott ein Einsehen mit dem 33. Osterlauf und stellte pünktlich zum Start den Schneeregen ein, so dass sich selbst der Osterhase aus seinem Versteck wagte, um den Langstrecklern die ersten paar Meter des Weges auf die Waldrunde zu weisen. Doch Finn Horn, der für den TuS Erpel zum dritten Mal in die Rolle des "Gastgebers" geschlüpft war, musste bei gerade mal vier Grad lange ausharren, bis er den Langläufern nach 9.450 Metern ein buntes Osterei als Lohn für ihre Bemühungen überreichen konnte.

"Die Laufstrecke war schon ziemlich nass und wirklich nicht einfach zu bewältigen", gestand Ernst Senk. Um so höher sei die Zeit des Siegers, Ben Smolka (M30) von Marathon Schwarzwasser, zu bewerten, der mit 34:48 Minuten 2:06 Minuten vor dem Zweitplazierten, Joe Körbs von www.laufen-im-rheinland.de ins Ziel gekommen war. Aber auch die heimischen Läufer mussten sich nicht verstecken. So wurde Patrick Senk vom Gastgeber bei den M 20 Zweiter, während die Rheinbreitbacher Frederich und Valentin Blass sowie Max Stöckler die Plätze vier bis sechs belegten. Mit Fabio Cöllner stellte der außer Konkurrenz startende Gastgeber bei den M 35 sogar den schnellsten Langstreckler, der vor dem Rheinbreitbacher Thomas Herdler mit 38:59 Minuten auf den 9.450 Metern 23 Sekunden "abgenommen" hatte. Ein Läufer aus der Region konnte sich mit dem Leubsdorfer Martin Appel, der als Zweiter bei den M40 in 38:01 ins Ziel kam, in die Bestenliste eintrage, während bei den M45 Ulrich Schneider aus Waldbreitbach diesen Rang im 38:14 vor dem Rheinbreitbacher Christian Koch belegte. Sogar mit einem Sieger konnte der Gastgeber aufwarten. Georg Walenciak belegte bei den M60 in 40:34 Minuten Rang eins. Damit war er jedoch nicht der einzige erfolgreiche Läufer aus dieser Familie. gelang Ursula Walenciak doch dasselbe Ergebnis bei den W30, während sich die Läuferinnen von der DJK St. Katharinen, Birgit Gärtner und Beate Schlemmer, beide W40, vor der Rheinbreitbacherin Sabine Becker-Blass mit den Plätzen drei und vier begnügen mussten.

Nach den Langstreckenläufern waren die Bambinis und die Schüler an der Reihe. Und auch bei ihnen konnten einige Erpeler den Heimvorteil nutzen. So belegte Lilian Warnke bei den W6 über 410 Meter Platz zwei, während Michael Vial vom Gastgeber über 965 Meter bei den M7 in 4:26 Minuten sieben Sekunden vor Maximilian Bockshecker ins Ziel kam, der für die Erpeler Grundschule an den Start gegangen war.

Bei den Schülerinnen W8 musste sich Lea Marie Warnke vom TuS Erpel hinter den starken Läuferinnen der LG Siebengebirge mit Platz drei begnügen. Nur einem Läufer dieses am stärksten vertretenen Vereins musste sich auch Philipp Bockshecker um acht Sekunden bei den M9 beschlagen geben. Um zwei Sekunden verpasste Alicia Ott vom Gastgeber bei den W10 auf der neu eingeführten mittleren Waldrunde über 1.190 Meter den Sprung auf's Treppchen, der über diese Distanz dafür Simon Eberweiser von der Erpeler Grundschule bei den M11 gelang, der in 5:39 Minuten Platz drei belegte.

Grund genug für Vater Lothar Eberweiser, sich für die Grundschule auf der abschließenden Mittelstrecke über 3.150 Meter besonders anzustrengen, ein Einsatz der mit dem zweiten Platz belohnt wurde. Getoppt wurde dieses Ergebnis jedoch noch von Marita Bockshecker, die bei den W40 über diese Distanz den ersten Platz belegte. Angesichts dieser Erfolge war es kein Wunder, dass die Grundsschule Erpel mit 400 Punkten in der Mannschaftswertung auf dem dritten Platz landete, während der außer Konkurrenz startende Gastgeber sogar auf 795 Punkte kam.

Gefährden konnten die heimischen Läufer mit diesem Ergebnis jedoch nicht die Läufer der LG Siebengebirge, die mit 2.750 Punkten klar vor dem LT Siebengebirge (825 Punkte) nicht nur den Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein in Empfang nehmen konnten. Auch ihre Schüler siegten überlegen mit 2.170 Punkten vor den Erpeler Grundschülern, die ihnen mit ihren 220 Punkten den Sieg nicht hätten streitig machen können, selbst wenn man die 380 Punkte der jungen TuS-Läufer hinzu addiert hätte.

Text und Fotos: -DL-

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