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Blick aktuell Unkel vom 12. April
2007
Über 250 Leichtathleten folgten
der Einladung zum 32. Osterlauf auf der
Erpeler Ley

Insgesamt über 250 Leichtathleten
starteten zum 32. Osterlauf auf der Erpeler Ley
Viele Hunde sind des Hasen Tod. Haken schlagen oder gar Angst
um sein Leben haben musste der Osterhase des TuS Erpel, wie
im Vorjahr Finn Horn, am Samstagmittag aber nicht, als beim
ersten Start des 32. Osterlaufs auf der Erpeler Ley pünktlich
um 13 Uhr die Langstreckenläufer hinter ihm her waren.
Vorbei an dem großen Holzstapel für das abendliche
Osterfeuer machten sie sich auf die sechs großen Waldrunden,
um 9.450 Meter zurückzulegen. Begrüßt worden
waren sie kurz zuvor vom Ehrenvorsitzenden des gastgebenden
Vereins, Wienand Krupp, der 26 Jahre lang die Geschicke des
TuS Erpel gelenkt hatte. Da hatte sich der Andrang an der
Meldehütte bei Werner Senk bereits gelegt. Insgesamt
über 250 junge und große Leichtathleten hatten
sich bei ihm und seinem Team registrieren und die Startnummern
aushändigen lassen. Während dessen stieg in der
offenen Nachbarhütte warmer Duft aus den zwei großen
Kesseln, in denen Sieben-Früchte-Tee brodelte. Danach
war den Läufern zunächst jedoch nicht zumute trotz
des nicht sehr österlichen Wetters. Gerade mal knapp
im zweistelligen Bereich lagen die Temperaturen angesichts
der dichten, grauen Wolken, die über dem Rheintal hingen,
an sich günstige Voraussetzungen für die Langstreckler,
während sich ihre Fans und sportbegeisterten Zuschauer
doch schon ein paar Sonnenstrahlen gewünscht hätten.
Gut eine halbe Stunde musste der kleine Osterhase warten,
bis er nach seinem Spurt am Start wieder in Aktion treten
konnte. Denn nicht für "en Appel und en x-beliebiges
Ei", sondern für einen buntes Osterei und natürlich
für die Ehre waren die Läufer unterwegs. Die meiste
davon heimste Max Ehlers (M35) von der SSG Königswinter
ein, der für die 9.450Meter lediglich 32:32 Minuten benötigte
und damit dem zweitschnellsten Langstreckler, Hermann Ulrich
(M40) vom Lauftreff (LT) Siebengebirge (34:38) gut zwei Minuten
abgenommen hatte. Weitere zwei Minuten später passierte
Oliver Martin (M30) vom TSV Koblenz-Lay (36:34) das Ziel,
was vor ihm bereits Rolf Dijurgies (M45) vom SSF Bonn Triathlon
in 35:39 Minuten gelungen war, der Jörg Ostermann aus
Vettelschoß (37:19) in dieser Altersklasse auf den 2.
Platz verwies.
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Osterhase Finn Horn hatte alle Pfoten
voll zu tun, den erfolgreichen Läufern ihre Ostereier auszuhändigen
"Lauf Papa, lauf", feuerten zwei Sprösslinge
ihren Erzeuger nach fast 10 Kilometern noch einmal zum Endspurt
an, nachdem sie ihn vorher, wie viel andere, mit einem aufmunternden
Abklatschen pro Runde angespornt hatten. Andere Läufer
nahmen das Sportereignis nicht ganz so ernst und ließen
sich zwischendurch durchaus die Muße, der überrundeten
Liebsten ein Küsschen auf die Wange zu drücken.
"Die Zeiten, als hier die deutschen und europäischen
Spitzenläufer unterwegs waren und Osterhase wie Weihnachtsmann
per Hubschrauber eingeflogen wurden, sind zwar schon längst
vorbei, aber mit der Resonanz des Osterlaufs sind wir ganz
zufrieden", erklärte der Vorsitzende Willi Hirzmann,
der gerade für Nachschub an Ostereiern am Zieleinlauf
sorgte.
Sieger bei den M20 wurde Marco Lennartz (44:36) von der LG
Siebengebirge. Hoch zufrieden mit seinem 2. Platz bei den
M35 konnte Martin Bindmann (38:26) vom Förderverein Kiga
Bruchhausen sein, dessen Mannschaftskollege Ingo Frömbgen
(45:26) in dem starken Feld seiner Altersklasse einen guten
5. Platz erreichte. Abgesehen von Thorsten Brandt (41:11)
vom LT Roniger Hof, Peter Riznar (41:12) von den Montagssquashern
und Peter Petry vom Dorfeck-Team aus Rodenbach machte die
LT Siebengebirge alle ersten zehn Plätze bei den M 40
unter sich aus, so dass sich Lokalmatador Hans-Peter Maßon
(46:20) mit dem 11. Platz begnügen musste.

Nur zweieinhalb Minuten langsamer war bei den M55 der Erpeler
Hans Simon, der damit Platz sieben in seiner Altersklasse
belegte. Einen Triumph feierte der Gastgeber mit dem Sieg
von Wolfgang Richarz bei den M50, der mit 37:18 Minuten dem
Zweitplatzierten, Jürgen Riske aus Dernau fast 40 Sekunden
abgenommen hatte. Und der Erpeler legte noch einen drauf.
Beim späteren Lauf über die Mittelstrecke (3.150
Meter) musste er sich mit exakt 12 Minuten nur Ulrich Hermann
von der LT Siebengebirge geschlagen geben, der lediglich 10:43
Minuten benötigte. Siegerin über diese Distanz bei
den Frauen (W40) wurde Christiane Bauer vom VfB Linz (18:
39) vor Marita Bockshecker (19:16) vom Förderverein Kiga
Bruchhausen.
Auch die Langstrecklerinnen des Gastgebers sorgten für
einen Anstieg des Punktekontos des TuS Erpel. So belegte Regina
Weichsel bei den W65 den ersten Rang (56:39), während
Elke Bierbaums (52:05) und Gabriele Katthagen (55:10) bei
den W50 auf den Plätzen drei und vier landeten.
Bei der Jugend waren keine Läufer aus der Region des
nördlichen Kreises Neuwied am Start. Um so eifriger beteiligten
sich die jüngsten Leichtathleten und Schüler am
32. Osterlauf. So belegte bei den Bambinis (M5) der Rheinbreitbacher
David Riznar in 2:14 Minuten über 410 Meter vor Justus
Peters vom TuS Erpel (2:21) den ersten Platz. Bei den M6 musste
sich Maximilian Bockshecker vom Förderverein Kiga Bruchhausen
nur um drei Sekunden Gerit Sandmann von der LG Siebengebirge
(1:54) geschlagen geben. Dasselbe Schicksal erlitt seine Mannschaftskollegin
Annabelle Bindmann bei den W6, die wiederum nur einer Läuferin
der LG Siebengebirge, Katharine Beckonert, unterlag.
Mit dem undankbaren 4. Platz musste sich bei den Schülerinnen
Ecen Gergin vom TuS Erpel (W7) über die 965 Meter lange
kleine Waldrunde begnügen, ebenso wie Ricarda Schumacher
bei den W 10. Keine Chance, in den Kampf um die Plätze
einzugreifen, hatten ihre Mannschaftskameradinnen Adriana
Fiedler und Madeleine Katthagen. Das gelang dafür Stefanie
Monschau (W13) vom TuS Erpel über 1.190 Meter um so überzeugender,
die als Siegerin in 4:25 Minuten Mona Reifenhäuser vom
TuS Horhausen neun Sekunden hinter sich ließ.
Während sich Nico Wambach (M7) über 965 Meter mit
dem achten Platz zufrieden geben musste - hinter Läufern
der LG Siebengebirge belegte hier Nils Bauer vom VfB Linz
in 4:43 Minuten den dritten Platz - stellte der Gastgeber
bei den M8 mit Jan Wagener in 4:22 Minuten den Sieger. Philipp
Bockshecker vom Förderverein Kiga Bruchhausen verpasste
in dieser Altersklasse als 4. knapp den Sprung aufs Treppchen
vor Björn Hübenthal aus Sankt Katharinen. Ganz oben
auf dem Treppchen landete bei den M9 mit Fernando Bonn in
3:54 Minuten dagegen wiederum ein Erpeler, der Sieg bei den
M10 über 1.190 Meter ging dagegen an Sascha Lang (5:04)
vom VfB Linz vor Johannes Riznar aus Rheinbreitbach (5:10).
Hier mussten sich Philipp Fiedler, Sadri Gergin und Lukas
Efferoth mit den Plätzen begnügen, ebenso wie Lukas
Bierbaums bei den M11 und Alexander Hirzmann über die
1.575 Meter lange große Waldrunde bei den M13. Dort
belegte Maximilian Riznar aus Rheinbreitbach in 6:25 Minuten
den dritten Platz hinter Läufern der LG Siebengebirge.
Das gelang über dieselbe Distanz in 7:10 Minuten Leo
Bauer vom VfB Linz bei den M12.
Nicht nur mit den meisten Läufern, sondern auch insgesamt
mit den erfolgreichsten war die LG Siebengebirge angetreten,
die mit 3.393 Punkten den Osterlauf-Wanderpokal in der Mannschaftswertung
vor dem LT Siebengebirge (1.516), der SSG Königswinter
(940) und dem Förderverein Kiga Bruchhausen (590) gewann.
Der außer Konkurrenz startende Gastgeber wäre mit
1.089 Punkten immerhin auf den dritten Platz gekommen. Noch
besser hätte er mit 677 Punkten bei den Schülerinnen
und Schülern abgeschnitten. Auch dort ging der Wanderpokal
mit 2.541 Punkten an die LG Siebengebirge vor der SSG Königswinter
(660), dem Förderverein Kiga Bruchhausen (390) und dem
VfB Linz (406).
Text: -DL-
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