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Rhein-Zeitung vom 7. Dezember 2009
Geschwister gewinnen den Erpeler Nikolauslauf

Leichtathletik: Johannes und Ulla Gatzweiler halten die Konkurrenz in Schach – "Heezemänner" warten im Ziel

Dass der Nikolaus ein sportlicher Typ ist, muss man sich einfach so vorstellen: Schließlich muss er – streng wissenschaftlich betrachtet – mit 1.040 Kilometern pro Sekunde von Haus zu Haus düsen, um jeden der rund 378 Millionen Kinderstiefel an einem Tag mit Süßigkeiten füllen zu können.

Los geht's für die Läufer beim 46. Erpeler Nikolauslauf

Der Kollege, der am Sonntag beim 46. Nikolauslauf auf der Erpeler Ley Dienst schob, machte da einen vergleichsweise gemütlichen Eindruck – schließlich musste er sich auch nur auf die Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen hoch über dem Rheintal konzentrieren.

Während die 350 Teilnehmer der Haupt-, Schüler- und Bambiniläufe schnellen Schrittes gegen die Stoppuhr kämpften, verteilte "Nikolaus" Stefan Schikalla in aller Ruhe Kekse und Schokolade an die Kleinen.

Aber nicht nur der Nachwuchs durfte sich freuen. Auch die älteren Teilnehmer wurden nach getaner Arbeit im Ziel mit dem traditionellen "Heezemann" belohnt, den in diesem Jahr Johannes Gatzweiler von der LAZ Puma Troisdorf als Erster entgegennehmen durfte. Mit seiner Siegerzeit von 32:19 Minuten war er nur 17 Sekunden langsamer als im Jahr 2007. Vor zwei Jahren hatte er den Lauf über die 9.450 Meter lange Strecke auf dem 191 hohen Ley-Plateau schon einmal gewonnen.

Nach 32:42 stoppte die Uhr für den Gesamt-Zweiten Alexander Grossmann von der SFD Düsseldorf, die in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge mit 72 Teilnehmern den stärksten Verein stellte und den Wanderpokal der Mannschaftswertung nicht wieder hergeben muss. Den dritten Platz belegte Knut Seelbach mit einer Zeit von 32:47 Minuten.

Der eigentlich für die LG Sieg startende und mit Langstrecken-Star Sabrina Mockenhaupt trainierende Betzdorfer hatte sich von einer Kollegin zur Teilnahme für den LT Siebengebirge überreden lassen – und zeigte sich zufrieden: "Es war matschig und windig. Aber ich denke, meine Zeit war ganz in Ordnung."

Auch bei den Frauen gewann eine alte Bekannte auf der Erpeler Ley: Die Schwester des siegreichen Johannes Gatzweiler, Ulla Gatzweiler, kam nach 36:50 Minuten vor Tina Schneider (37:34, ASG Altenkirchen) und Lauf-Urgestein Birgit Lennartz (38:15, LLG St. Augustin) ins Ziel: "Der Nikolauslauf auf der Erpeler Ley ist ein sehr schöner Lauf, an dem ich seit Jahren immer wieder gerne teilnehme. Dieser Lauf hat einen festen Platz im Terminkalender", versicherte die Läuferin vom ASV Köln.

Auf solche Aussagen ist der Vorsitzende des TuS Erpel besonders stolz: "Nach so vielen Läufen auf unserer wunderschönen Strecke über die ersten Westerwaldhöhen kehrt natürlich eine gewisse Routine in der Organisation ein. Dennoch ist es immer wieder wichtig, dass alle Freunde dieses Laufes mitziehen und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten. Und einer darf hier auf keinen Fall fehlen: der Nikolaus!"

Text: Sonja Weber / Foto: Creativ

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