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Bonner Rundschau vom 5. Dezember
2006
Insgesamt 59 Vereine schickten
knapp 350 Läuferinnen und Läufer nach Erpel
Den begehrten Pokal in der Mannschaftswertung
gewann erstmals die SSG Königswinter

Traditionell schaute St. Nikolaus (Rudolf Weichsel) beim 43.
Waldlauf des TuS Erpel vorbei und ermunterte die Läuferinnen
und Läufer zum Start und zu guten Zeiten
Diesen Andrang
beim Nikolaus-Waldlauf kannte man beim TuS Erpel 1911 in früheren
Jahren schon, doch nach einigen Flauten hatte man jetzt, beim
43. St. Nikolaus-Waldlauf, damit eher nicht gerechnet.
Die Fahrzeuge waren rechts und links der kurvenreichen Auffahrt
zum Erpeler Ley-Plateau geparkt, weil dort selbst nichts mehr
ging. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr regelten den Verkehr
reibungslos.
Reibungslos verlief
auch die Großveranstaltung selbst, für die genau
349 Läuferinnen und Läufer, die letztlich das Ziel
erreichten, in jedem Jahr ein Höhepunkt im sportlichen
Jahr. Der kleine TuS Erpel mit seinem rührigen Vorsitzenden
Willi Hirzmann und enigen stets sehr engagierten Helfern freute
sich besonders über den großen Zuspruch bei insgesamt
59 Vereinen. So wurde die 43. Veranstaltung dieser Art
wieder zu einem Festival der Waldlauffreunde.

Ein Riesenpulk beim Start zum Hauptlauf
über 9.450 Meter (6 große Waldrunden), den bei
den Männern Lars Hafercamp (Refrath) und bei den Frauen
Britt Götte (Königswinter) gewannen. Mitten im Startfeld
St. Nikolaus (Rudolf Weichsel)
Große Freude auch bei der SSG Königswinter,
konnte sie doch beim Wettbewerbung um den Pokal in der Mannschaftswertung
den siebenfachen Sieger SF 75 Düsseldorf auf Platz 2
verbannen. Königswinter gewann den Pokal mit 3.111 Punkten
vor Düsseldorf (2.661 P.) und der LG Bad Honnef (1.223
P.).
Pokalgewinner in den vergangenen zehn Jahren waren der VfB
Linz (1994 bis 1996), die LG Rhein-Wied (1997 und 1998) sowie
die SF 75 Düsseldorf (1999 bis 2005).
Die SSG Königswinter hatte einen weiteren
Grund zur Freude, denn schnellste Frau über die Langstrecke
von 9.450 Meter war Britt Götte (38:29 min.). Sieger
der Langstreckler über diese Distanz war in diesem Jahr
Lars Hafercamp (TV Refrath) mit 31:49 Minuten.
Den Mittelstreckenlauf über 3.150 Meter
gewann Alexander Großmann (SF 75 Düsseldorf) mit
10:20 Minuten; schnellste Mittelstrecklerin war Annette Weis
(Siegburger TV) mit 11:26 Minuten.
Sie alle und die übrigen Athleten wurden
von St. Nikolaus (Rudolf Weichsel) mit einem Weckmann bedacht.
Natürlich gab es für die Sieger der einzelnen Läufe
Urkunden und auch Sachpreise.
Den 1. St. Nikolaus-Cross- und Waldlauf
veranstaltete der TuS Erpel am 6. Dezember 1964, und
seither steht die Großveranstaltung immer am ersten
Sonntag im Dezember auf dem TuS-Programm. Unvergessen sind
die Zeiten, als national und international bekannte Asse wie
Lutz Philipp (Langstreckensieger in Erpel von 1965 bis 1972),
Thomas Wessinghage, Detlev Uhlemann, Hans-Jürgen Orthmann,
Karl Fleschen oder bei den Frauen Ellen Titel-Wessinghage,
Vera Kemper oder auch die Engländerinnen Joyce Shmith
und Paula Fudge bei den Erpeler Läufen an den Start gingen.
Das sind Zeiten, die sich schon oder gerade
aus finanziellen Gründen nicht wiederholen lassen.
Die meist kontinuierliche und in diesem Jahr
wieder gestiegene Zahl der aktiven Teilnehmer lässt hoffen,
dass auch im Jahre 2011, wenn der TuS Erpel sein 100-jähriges
Bestehen feiern kann, der dann 48. Nikolaus-Waldlauf
zu einem besonderen Ereignis wird.
Text und Foto: Leo Klevenhaus
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