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General-Anzeiger Bonn vom 24. März 2009
Ballerinen tauchen in die Tiefe
des Ozeans ein

Kleine Eleven des TuS Erpel begeistern in der "Zauberhaften Unterwasserwelt" als Meerjungfrauen, Leuchtfische und Feuerquallen

"Hallo Papi!" Glockenhell grüßte einer der kleinen blauen Fische seinen Vater, während andere aus dem Schwarm zaghaft winkten oder noch ihre Hälse reckten, um ihre Eltern und Großeltern im Publikum auszumachen, das am Sonntagnachmittag den Bürgersaal von Erpel bis auf den letzten Platz füllte. Denn entgehen lassen wollte sich kaum jemand in der "Alten und Freien Herrlichkeit" am Fuße der Ley die Auftritte der kleinen Eleven, die beim TuS Erpel in der Ballett-Abteilung von Sabine Morys trainiert werden.

"Unsere Balletttänzerinnen sind ja schon bei einigen Veranstaltungen aufgetreten. Da die Abteilung dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, haben die Vier- bis Zwölfjährigen besonders eifrig geübt, um Sie heute während eines umfangreichen Programms in eine »Zauberhafte Unterwasserwelt« zu entführen", begrüßte der TuS-Vorsitzende, Willi Hirzmann, die Gäste. Und die sahen, wie sich im Ozean auf der großen Bühne nicht nur Leucht- und Schleierfische, Feuerquallen und Seesterne, Muscheln und Seetang tummelten, sondern sogar niedliche Meerjungfrauen und Wassergeister.

 
Während die beiden kleinen Ballerinen noch etwas bange auf ihren Auftritt warten ...   ... entführen die drei Tanzkünstlerinnen ihre Zuschauer in eine fantasievolle Unterwasserwelt

Während Trainerin Morys die Haltung ihrer kleinen Schützlinge immer wieder korrigierte und ihnen nach dem tosenden Applaus zu den gelungenen Auftritten gratulierte, herrschte vor dem Saal jede Menge Trubel. Engagierte Mütter hatten die Aufgabe übernommen, den kleinen Ballerinen beim Wechsel der von Morys entworfenen Kostüme zu helfen.

So mutierten etwa die Muscheln zu Leuchtfischen und der blaue Fischschwarm zu Elfen im Meer. Währenddessen mussten sich die Meerjungfrauen ihrer leuchtend grünen Nixen-Flossen entledigen, um ins dunkle Rot der Feuerquallen zu schlüpfen, nachdem sie zuvor schon die Jazztanzgruppe unterstützt hatten.

Die hatte entgegen ihrer Musik vom rosaroten Panther glitzernde Lichter in das dunkle Blau des Wassers mit ihren silbernen Zylindern und Krawatten gebracht. Und im zweiten Teil der Aufführung holte die Gruppe sogar Popstars wie Nelly Furtado und Marquess auf die Bühne, bevor sie sich mit allen Balletttänzerinnen und ihrer Trainerin beim großen Finale auf der Bühne vom begeisterten Publikum feiern ließ.

Text Horst-Dieter Küsters / Fotos: Holger Handt

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